Wir sind Fußballbundestrainer

Howdy und Moins,

jetzt ist es soweit, heute Abend startet die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Damit hat die Ungeduld für viele ein Ende und wie sangen die Sportfreunde Stiller schon: “ 54, 74, 90…“.

Doch nicht alle sind Fußballfans. Da wird jetzt schon aufgestöhnt, oder? Aber viel spannender finde ich jetzt, wieviele Fußballtrainer wir auf einmal haben. Schon in den letzen Tagen nahm die Zahl der Experten in den Medien deutlich zu. Was da manchmal gefordert und kritisiert wurde, das hat schon Spaß gemacht, das zu sehen und zu hören. Mich wundert nur, das noch keiner gefordert hat, dass das Grün des Fußballrasens den falschen Farbton hat und unser „BundesJogi“ genau aus diesem Grund andere Spieler hätte mitnehmen müssen.

Verstehen Sie mich nicht falsch – wir Deutschen sind immer gleich einhundert Prozent. Also alle sind Bahnchef, alle sind Wetterexperten und die meisten sind Fußballbundestrainer. Ist das wirklich gut? Mein Kopf sagt nein. Wir sollten manchmal einfach genießen und unseren Jungs und unserem Bundestrainer die Daumen drücken. Aber gleichzeitig die tolle Stimmung die wir bei großen Fußballturnieren mittlerweile in Deutschland an den Tag legen und unser Land in eine schwarz-rot-goldenes Fanmeer verwandeln, gerne auch mit Gästen. Wir sollten feiern und jedes gute Spiel bei dieser WM würdigen, von allen Mannschaften. Ob beim Grillen, ob beim Public Viewing oder in der Pause auf Arbeit, diese WM kann uns in ganzen Land wieder ein wenig zusammen rücken lassen, auch wenn man nicht Fussballfan ist, dafür müssen wir nicht Fußballbundestrainer sein und vor allem brauchen wir dazu keine so genannten Experten in den Medien.

 

Ob ich persönlich nicht doch ein wenig Fußballbundestrainer bin, doch! Weil Fußball nicht nur Kopfsache ist, sondern vor allem ein „Bauchgefühl“, es ist Emotion. Aber muss ich deswegen alles in Medien schlechteren? Nein! Denn Joachim Löw und unsere Nationalmannschaft spielen seit Jahren auf einem extrem hohen Niveau und es fehlt einfach das Quentchen Glück, für den Titelgewinn. Genau für dieses Quentchen Glück, drücke ich jetzt die Daumen und dafür steigt auch mein Fußballfieber.

Ihr Norman Muller

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