Vertrauen ist gut!

 Howdy und Moins,

seit Jahrtausenden ist Vertrauen ein wichtiger Schmierstoff im menschlichen Miteinander. wenn er aber fehlt dann knirscht es nicht nur laut, sondern dröhnend im Getriebe. Doch ist Vertrauen ein Gefühl oder eine menschliche Notwendigkeit? Der Duden weiß folgendes zum Vertrauen zu berichten:

festes Überzeugtsein von der Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit einer Person, Sache

Beispiele:

  • gegenseitiges, unbegrenztes, unerschütterliches, blindes Vertrauen,
  • mangelndes Vertrauen in das politische System,
  • Vertrauen zu jemandem haben,
  • jemandes Vertrauen genießen, besitzen (von jemandem als vertrauenswürdig angesehen werden),
  • jemandes Vertrauen gewinnen, einbüßen, enttäuschen, erschüttern,
  • jemandem Vertrauen einflößen,
  • einen [höchstes] Vertrauen erweckenden Eindruck machen,
  • jemandem Vertrauen schenken, entgegenbringen, beweisen (jemandem vertrauen).

Berühmte Redewendungen oder Sprichwörter sind unter anderem: „Vertrauen gegen Vertrauen“ oder „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.

Verstehen Sie mich nicht falsch – grenzenloses Vertrauen ist auch nicht gut. Vor allem wenn es um die Kombination meine Kreditkarte und meine Frau, na Sie wissen schon, die rothaarige, mit den vielen Sommersprossen, da hat Vertrauen einfach eine natürliche Grenze. 😉 Trotzdem liebe ich meine Frau und ich hoffe sie mich auch, auch ohne Kreditkarte.

Es gibt viele Arten des Vertrauens. Das stärkste das von kleinen Kindern zu Ihren Eltern, das ist Urvertrauen. Wenn sie sich vom Mama oder dem Papa die Welt zeigen lassen und „großen“ Gefahren trotzen. Zum Beispiel das erste Mal barfuß über einen grünen Rasen laufen oder an der Hand  einen Zebrastreifen über eine viel befahrene Straß überqueren.
Wenn man zu Ärzten geht, muss auch ein Grundvertrauen vorhanden sein. Also ich und Zahnärzte, das ist Angst pur. Aber mittlerweile habe ich eine Zahnärztin gefunden, die mit viel Arbeit und Einsatz (nicht nur an den Zähnen), soviel Angst bei mir abgebaut hat, dass ich Ihr vertraue. In der Liebe zwischen zwei Menschen ist Vertrauen wichtig, genau wie unter guten Freunden. Doch was ist wenn das Vertrauen weg ist oder gebrochen wird?

Wenn der jahrelange KFZ-Händler des Vertrauens einen über den Tisch zieht? Wenn der Partner oder die Partnerin hinter dem eigenen Rücken mit einem anderen Menschen anbändelt? Was ist wenn erfährt, das der beste Freund/die beste Freundin mit denen man nicht nur Privates, sondern sogar Überzeugungen teilt, bewusst gegen diese Überzeugungen handelt?

Den KFZ-Händler würde ich nicht mehr aufsuchen. Man ist sicherlich im ersten Moment wütend, aber dann geht man eben zu einem anderen. In einer Partnerschaft wird es extrem schwierig. Es gibt Paare die versuchen es dann noch mal. Mal klappt es, wenn die Liebe stark ist. Aber meistens ist dann das Ende der Partnerschaft besiegelt, denn es handelt sich hier um ein intimes Vertrauen. Doch wie fühlt man sich, wenn man feststellt das der beste Freund gegen eine wichtige Überzeugung, die verbindet, mehrfach gehandelt hat. Leer? Wütend? Ohnmächtig? Hilflos? Ich glaube so ähnlich ist es wohl und manchmal noch viel schlimmer. Lässt sich ein Vertrauensbruch noch mal kitten? Ehrlich ich weiß es nicht, wenn Sie damit Erfahrungen haben, würde ich mich über einen Kommentar mit Ihren Erfahrungen freuen.

Es kann auf jeden Fall nicht mehr die alte Freundschaft sein. Denn zerstörtes Vertrauen muss wieder aufgebaut und gewonnen werden. Also wird es auch ein langer Prozess sein, der Zeit braucht. Genau wie bei einer Partnerschaft, kommt es wohl darauf an, wie viel beiden an der Freundschaft gelegen ist. Die ersten Schritte sollte auf derjenige machen, der den Vertrauensbruch provoziert hat. Er muss aber auch Geduld haben und darf nicht gleich darauf hoffen, dass nach einem ersten Gespräch/Mail oder was weiß ich, alles wieder beim Alten ist. Aber auch der andere sollte deutlich machen, das er entweder noch Zeit braucht oder die Freundschaft keine Chance mehr hat oder er es noch mal versuchen will. Denn herumtaktieren ist auch nichts weiter, als schlecht gemachte Rache. Dann muss die Zeit zeigen, ob eine Freundschaft wieder wachsen kann.

Doch muss Vertrauen überhaupt erst gebrochen werden? Große Dramen der Menschheit haben mit Vertrauensbruch zu tun. Es gab und gibt immer Menschen, die für einen kleinen, persönlichen Vorteil bereit sind Vertrauen und damit Freunde, Partner usw. zu verraten. Solche Menschen mag ich überhaupt nicht. Aber es gibt auch Vertrauensbrüche, die aus Angst entstehen. Der Angst dem anderen gegenüber ehrlich zu sein. Ehrlichkeit ist manchmal hart und tut auch weh. Aber Sie sichert Liebe und Vertrauen. Fehler können jedem passieren. Nur man sollte diese nicht vertuschen, sondern ehrlich damit umgehen. Wenn sich viele Menschen daran halten würden, wäre die Welt ein Stück besser und es gäbe mehr Vertrauen. Vertrauen brauchen wir als Menschen, es ist einer der wichtigsten Schmierstoffe im zwischenmenschlichen Miteinander. Jeder sollte es sich genau überlegen, ob es sich lohnt, diesen Schmierstoff zu riskieren. Denn auch ein Motor der keinen Schmierstoff mehr hat, geht kaputt. Soweit müssen wir es alle gemeinsam nicht kommen lassen, denn Vertrauen ist gut und wichtig.

Ihr Norman Muller

Quelle: Duden – online

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