Sommer

Howdy und Moins,

kennen Sie eigentlich Vivaldis „4 Jahreszeiten“, einfach toll diese Musik. Wenn nicht dann aber bestimmt, diese große, unstillbare Sehnsucht nach einer oder mehreren Kugeln Eis zur inneren Abkühlung und das unbezwingbare Verlangen sich eine Sonnenbrille aufzusetzen. Gleichzeitig ist die Spargelsaison beendet und man hat mehr als ein Deo in der Tasche. Der Duft vom Grill steigt Ihnen überall in die Nase und Sie möchten am liebsten überall kosten. Dann wissen Sie es ist Sommer – einer der vier Jahreszeiten. Ob ich den Sommer mag? Ja, aber auch die anderen Jahreszeiten. Um diese geht es aber gerade nicht.

Verstehen Sie mich nicht falsch – ich mag meine kurzen Hosen aus denen meine schneeweißen, dünnen Beine herausragen und in Sandaletten münden. Oben dann das vor allem im Bauchbereich gut ausgefüllte, zu kurze Oberteil. Auch wenn meine Frau die Iris, na Sie wissen schon, dann immer sagt: „Norman, Dein Feinkostgewölbe gehört mir allein!“, denke ich mir, jetzt ist die Zeit und die Temperatur, meine gut angelegten Investitionen in Nahrungsmittel aller Art  für schlechte Zeiten jedem zu zeigen. Egal ob er oder sie es wollen oder nicht. Viele andere machen es jetzt ja auch. 😉

Ich mag den Sommer, nicht den Ron oder den Michael, sondern die Jahreszeit. Man schwitzt, ganz ohne Saunaaufguss. Man kann barfuß über die Wiesen laufen oder sich mit Hunderten anderen Menschen in einem viel zu kleinen Freibad um das wenige Wasser streiten. Da sage ich Ihnen, fahre ich lieber in die Berge oder an die See. Allein bei der Fahrt mit dem Auto steht man mit tausenden Gleichgesinnten Stoßstange an Stoßstange und genießt bei sengender Hitze den wundervollen Asphaltgeruch. Bevor man dann endlich am Strand sich einen Platz erkämpft hat und dem Spiel der Wellen zu schaut. Oder man ist in einer Berghütte und genießt eine große, frische  Abkühlung. Abkühlung gibt es aber auch durch Eis, dabei versuche ich es mir immer selbst schmecken zu lassen. Aber Sie wissen ja wie das mit den Eiskugeln ist, die sind schnell. Wirklich schnell, meistens beim Nachbarn überm Hemd. Bevor dieser jedoch böse werden kann, weise ich schnell auf seine übergroßen Schweißflecken hin und erkläre ihm irgend etwas, das Eis den Geruch reduziert und ein Eisfleck auch besser aussieht, als ein großer Schweißfleck.

Natürlich macht auch eine Party im Sommer sehr viel Spass. Man ist draußen (Raucher haben weniger Probleme) genießt leichte Getränke, wie Hugo oder Sommercocktails. Man snackt und tanzt, chilt im Liegestuhl oder genießt die leichte Abendbrise und den Duft eines Sommerabends. Dazu dann Sommermusik, entspannt oder stimmungsvoll. Ja und für mich gibt es Sie, die Sommerhits. Erinnern Sie sich noch an Los del Rio mit „Macarena“ oder den „las Ketchup Song“. Wie wieviele sind in die Tanzschulen gerannt und wollten den Lambada tanzen lernen? Andersherum haben wir nicht alle zu „Ab in den Süden“ mit gesungen und gegröhlt. Doch mein Favorit ist ein anderer „Summervine“ von Ville Valo. Ich will ja gar nicht abstreiten, das es noch viele weitere tolle Lieder und Musikstücke gibt. Vielleicht schreiben Sie Ihr Lieblinsgssommersong einfach unten in den Kommentar.

Kennen Sie dieses tolle Gefühl, wenn man aus einem klimatisierten Zug (wenn die Klimaanlage funktioniert) aussteigt und einen die Wärme regelrecht umhaut. Der Sommer ist schön. Naja bis auf die hohe Waldbrandgefahr oder die leider in Deutschland immer öfter viel zu hohen Temperaturen von über dreißig Grad Celsius. Da liebe ich meinen Platz hier auf meiner Terrasse in den canadischen Rockys, lasse mir den Bergwind ein wenig um die Nase schmeicheln. Aber ich schaue mir auch gerne die riesigen Felder mit dem reifen, gelben und im leichten Wind wogenden Getreide an. Ich genieße aber auch den Anblick diese herrlichen Sonnenuntergänge. Wenn dann nach langer Trockenheit das erste Sommergewitter etwas Abkühlung bringt, finde ich es einfach berauschend. Die ersten Tropfen die auf dem ausgetrockneten Boden einfach verdampfen, diese dunklen, bedrohlichen Wolken, der erste heftige Windstoß und dann zuckt der erste Blitz durch den Himmel. Kurze Zeit später dröhnt dann der Donner in den Ohren. In diesem Moment suche ich mir einen geschützten, aber überdachten Platz draußen und verfolge gespannt dem Kampf der Naturgewalten. Da spielt dann meine Fantasie auch verrückt und ich male mir alle unmöglichen Dinge aus. Anschließend fällt mir immer die sagenhafte Fabelwelt unserer Altvorderen ein und ich erwarte das Zeus oder Thor auf einmal vorstehen und rufen: „Norman,…. Wach auf, Du schläfst schon wieder bei einem Gewitter draußen!“ Komisch, hört sich an wie die Stimme meiner Frau. Ohh das ist sie auch für Sie mit Ihrem breiten Lachen mich anschaut.

Der Sommer ist eine schöne Jahreszeit, aber nur weil es auch seine Geschwister , den Frühling, den Herbst und den Winter gibt. Ich lade Sie ein, sich doch einfach meine kleine Galerie von Sommerimpressionen unten anzuschauen.

Ihr Norman Muller

Sommerimpressionen

 

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