Deutschland – Deine Autofahrer Teil 1

Howdy und Moins,

geht es Ihnen auch wie mir, dass Sie immer wieder über das Chaos auf unseren Straßen staunen. Ja wir sind ein Land von Autofahrern, na und. Aber sind wir ein Land mit guten Autofahrern? Bestimmt nicht!
Verstehen Sie mich nicht falsch – jeder macht im Leben Fehler, auch mein Auto musste schon die eine oder andere Schönheitsreparatur ertragen, sagen Sie es aber nicht meiner Frau. Aber wir machen uns das Leben unnötig schwer.

Nehmen Sie nur den gestrigen Tag, ein Mittwochabend. Nicht nur das die Spanier, erfahren durften wie schnell eine Fussball WM zu Ende sein kann und man einen neuen König erhält. Nein in Teilen Deutschland stand ein Feiertag vor der Tür und viele Autos standen auf der Straße. 🙂

Ein Grund war sicherlich, dass viele von uns ins Auto gestiegen sind und damit die Straßen schon per se, sehr voll waren. Aber die Unvernunft, ja Frechheit einiger Autofahrer hat alles noch viel schlimmer gemacht. Ich durfte dabei ein sehr interessantes Schauspiel verfolgen. Vor mir ein Auto saß ein sehr, naja sagen wir mal aufgeregter Mann. Immer wenn die Ampel auf Grün schaltete, schimpfte und hupte er wie wild los, weil die Autofahrer von rechts und links die Kreuzung zugefahren hatten. Dann war es endlich soweit, er stand an der Ampel ganz vorn und die Ampel schaltete auf grün. Eigentlich konnte man in die Kreuzung nicht hereinfahren, denn sie war schon dicht, aber raten Sie mal, was passierte? Er fuhr nicht nur in die Kreuzung sondern versuchte auch noch verbotenerweise Links abzubiegen. Das Ende der Geschichte können Sie sich ja selbst ausmalen.

Auf der Autobahn war es dann auch nicht besser. Zwei Spuren und in der rechten ein LKW, nach dem anderen, mit durchschnittlich 95 km/h. Aber dann, scherte aus der rechten Spur ein alter silberner Mercedes – PKW aus und setzte zum todesmutigen Überholen mit durchschnittlich 88 km/h an. Das Ergebnis, fast mehrere Auffahrunfälle und noch mehr Rückstau.
Oder das von uns allen so geliebte Reißverschlußprinzip. Bei mir hat sich die Überzeugung festgesetzt, das es Menschen gibt und davon gar nicht wenige, die in Ihrem Leben noch nie einen Reißverschluss gesehen oder genutzt haben. Statt gleichmäßig von links und rechts immer einer fährt, wird halt schon mal einhundertfünfzig Meter vor der Einfädelstelle angehalten und geschaut ob man in die andere Spur kommt oder es wird schlichtweg ignoriert das aus der anderen Spur auch Autos kommen. Ergebnis vorhersehbar.
Autofahren ist in Deutschland nicht nur ein Abenteuer, sondern an bestimmten Tagen, eine Hochrisikosportart.
Nicht nur, dass mit dem Verhalten aus den drei Beispielen der Verkehr noch langsamer wird, die Unfallgefahr steigt dazu auch gleich noch exorbitant.
Sind Sie schon mal in Schweden oder Kanada Auto gefahren, auch wenn es wirklich dichter Verkehr war? Ich schon und ehrlich, ich habe diese defensive Fahrweise aller wirklich genossen. Es war entspannt und man ist trotz voller Straßen gut vorwärts gekommen. Besonders beeindruckt bin ich immer noch von der 4-Stop-Way-Regelung in Kanada. Da gibt es an einer Kreuzung keine Ampeln, sondern alle halten vor der Kreuzung an und der Erste an der Kreuzung ist, der fährt. Ob es ein Problem, nein, es funktioniert und geht verdammt schnell. Ich durfte es sogar mal an einer großen Kreuzung von 2 vierspurigen Highways erleben. Einfach reibungslos.

Es ist in Deutschland nicht möglich, das wir auch so fahren? Wie wäre es einfach mal mit einem Lächeln und ein wenig Höflichkeit und Respekt. Es würde uns vielen auf den Straßen erleichtern. Ich meine wir brauchen keine Überflieger, Drängler, Ausbremser und was weiß ich auf unseren Straßen, Dann würde vieles entspannter laufen. Deswegen von mir ganz klar, die rote Karte, für alle diejenigen für die das Auto kein Fortbewegungsmittel, sondern eine Waffe ist.

Ihr Norman Muller
PS. Es wird bestimmt noch einen zweiten Teil geben 😉

Ein Kommentar

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