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ESC 2017: Starke Entscheidung!

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Moins,

heute Nacht wurde beim 62. Eurovision Song Contest der Portugiese Salvador Sobral mit dem Song „Amar Pelos Dois“ zum überragenden Überraschungssieger gekürt. Ganz ohne Feuerwerk, nur seine Stimme und das von seiner Schwester komponierte Lied überzeugten Europas  (und mehr) Jurys und das Publikum. Ich finde eine starke Entscheidung für die Musik und gegen den Versuch mit Retortennummern zu gewinnen. Persönlich hätte ich mir noch Belgien mit Blanche – „City Lights“ und Kroatien mit Jacques Houdek – „My Friend“ (ein Duett mit sich selbst) vor Portugal gewünscht, aber das ist Geschmackssache.

Abwechslungsreich

Kiew, die Ukraine waren ein würdiger Gastgeber des ESC 2017 und ich habe mich riesig gefreut auch Verda Serdochka wiedersehen. Die 26 Finalbeiträge waren eine gute Mischung in der Bandbreite der Musik. Es gab leider auch wieder ein paar Länder die mit Retortenbeiträgen versucht haben, Erfolg zu generieren. Dies hat Gott sei Dank, nicht geklappt.

Abstimmung kaum Politikum, aber noch mehr Transparenz

Während man in manchen Jahren fast verzweifeln konnte, wie die Punkte vergeben wurden (Nachbarschaftshilfe etc.), fängt das neue System an zu tragen und wurde noch mal ein Stück transparenter gestaltet. Dabei kommen 50 Prozent der Wertung von Jurys aus den Ländern und die anderen 50 Prozent werden von den Zuschauern bestimmt. Beides zusammen ergibt die Gesamtpunktzahl. Neu war nunmehr, das zuerst die Jurypunkte separat dargestellt wurden und anschließend dann die Zuschauerpunkte dazu kamen. Spannend – ja, politisch – nur ganz wenig. Deutschland konnte weder bei den Jurys, noch beim Publikum überzeugen und landet mit nur 6 Punkten (Jury und Publikum) knapp auf dem vorletzten Platz. Der Abstand zum letzten Spanien betrug nur einen Punkt.

Wie nun weiter mit Deutschland?

Ich finde, wir sollten aufhören Sänger oder Bands aus der Retorte zwingend zu erzeugen. Unsere erfolgreichsten Zeiten, hatten wir immer dann, wenn wir Musiker und Komponisten ins Rennen geschickt, die Musik mit  Herz und Leidenschaft machen. Achso und dazu oft in Deutsch gesungen haben. Wir haben geile Bands und Solisten in unserem Land. Gebt Ihnen endlich wieder eine Chance und der ESC wird noch etwas bunter, besser und attraktiver. Mein Geheimtipp: „Mr. Hurly und die Pulveraffen“.

Starker Abend, Starke Entscheidung – eine Grenzen überschreitende Party

Zusammengefasst für mich, ein klasse ESC 2017, spannend, abwechslungsreich und überraschend. Unseren Moderator Peter Urban, muss man einfach irgendwie mögen. Wehmut ist auch dabei, wenn Israel verkündet, ab dem nächsten Jahr nach 44 Jahren nicht mehr dabei zu sein, da der ausrichtende Fernsehsender geschlossen wird. Ich hoffe es findet sich eine Lösung, so, dass wir auch nächstes Jahr ein Beitrag aus Israel sehen und hören können.

Ja ich bin ESC-Fan – einer von über 200 Millionen in Europa und auf der Welt. Hier zeigen Menschen aus Europa, Asien und Australien, wie man gemeinsam feiert, mit fiebert und sich freut oder tröstet. Das löst Musik aus und deswegen ist der ESC ein geiler Wettbewerb und immer eine starke Entscheidung.

Auf ein neues im  Jahr 2018, diesmal mit dem Gastgeber Portugal.

Eurer Norman

PS: Mehr unter: Eurovision Song Contest – Alles zum ESC

 

 

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