Zuviel Information!

Moins,

können wir überhaupt noch alle Informationen verarbeiten, die uns erreichen?
Ehrlicherweise glaube ich nicht daran! Wir oder manche von uns meinen dass es geht. Aber hat man sich dabei ehrlicherweise hinterfragt, wie gründlich das ist? Oder hat ist einfach nur gelesen worden, ohne tatsächlich den Inhalt aufzunehmen, zu hinterfragen, zu bewerten und dann zu verarbeiten? Es gibt heute schon Fernsehzeitschriften, die damit werben, dass man seine Lieblingssendung schnell findet. Auch hier lohnt sich ein Blick um 20 Jahre zurück. Da war die Anzahl der Fernsehprogramme noch überschaubar und es gab in den Fernsehzeitungen ausführliche Berichte zu einzelnen Sendungen oder Filmen. Man stelle sich nur vor, diese Zeitschriften, würden diese Einzelvorstellung, noch betreiben wie vor 20 Jahren. Wir müssten Zeitschriften im Umfang von Telefonbüchern kaufen!
oder man nehme die Flut von Verkehrszeichen, die immer öfter an verschiedenen Stellen auf uns einprasseln und die wir als Verkehrsteilnehmer beachten müssen. Dass dies zum Teil nicht mehr geht, hat schon der deutsche Verkehrsgerichtstag im Jahr 2010 diskutiert.
Noch ein anderes Zauberwort: Multitasking. Es gibt Menschen die behaupten unverdrossen dies hervorragend zu können, andere behaupten dies ist dem weiblichen Teil unserer Spezies vorbehalten.
Auch hier gibt es eine klare Antwort der Wissenschaft, die schon in verschiedensten Studien untermauert wurde: Multitasking gibt es nicht. Unser Gehirn springt bei mehreren, gleichzeitig ablaufenden komplexen Vorgängen, z.B. Autofahren und telefonieren zwischen diesen beiden Vorgängen einfach hin und her. Das Ganze mit dem vorhersehbaren Ergebnis, dass eben beides nicht richtig gemacht wird.

Und jetzt kommen die neue Technologien und Ihre Möglichkeiten auch noch ins Spiel. Hier ein Tweet, dort ein WhatsApp-Nachricht, hier ein Facebook Post und dort das neueste aus der Fußball-App. Dazu die täglichen Nachrichten. Na sicher, dass jeder von uns noch den Überblick behält?

Ich bleibe dabei, NEIN! Wir leben mit einem Informationsoverkill und bilden uns ein, wir schaffen das. Dabei realisieren wir nicht, dass wir all diese ganzen Informationen überhaupt nicht mehr richtig aufnehmen und verarbeiten, nein nicht nur dass, wir verlernen gleichzeitig und uns auf eine Sache zu konzentrieren. Doch der gesellschaftliche Druck ist groß, denn wer das Spiel nicht mehr mitspielt, ist nicht nur ein Aussteiger, sondern sogar ein Aussätziger. Wir hinterfragen die ganzen Informationen nicht mal mehr, sondern geben diese im „schlimmsten“ Fall ungefiltert weiter. Was daraus entsteht? FakeNews und schlimmeres. Wer hat sie nicht gehört oder in sozialen Netzwerken gelesen, die Nachrichten, dass Zootiere geschächtet werden oder „Flüchtlinge“ mit vollen Warenkörben aus Supermärkten herauskamen ohne zu bezahlen! Und wie viele haben daran geglaubt, ohne die Wahrheitsgehalt zu hinterfragen? Schon der alte Goethe sagte einmal:
„Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens, beide erfinden eingebildete Wesen, und zwischen dem Wirklichen, Handgreiflichen ahnen sie die seltsamsten Beziehungen; Sympathie und Antipathie waltet hin und her.“

Aber was tun?
Die Informationsflut einschränken? Zeitungen verbieten, nur noch 10 Fernsehprogramme erlauben und jeder darf nur noch 5 Posts am Tag in sozialen Netzwerken und in Messengerdiensten veröffentlichen?
Das wird nicht gehen, nicht nur wegen der wichtigen Meinungsfreiheit. Nein wieder gilt es, das jeder bei sich selbst anfängt. Eine alte Lebensweisheit sagt „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Dies sollten wir uns auch bei der Informationsflut die tagtäglich auf uns einprasselt wieder zu eigen machen.
Wir müssen auch lernen zu unterscheiden, welche Informationen sind wichtig und welche unwichtig für unser Leben. Wenn man sich im Lauf eines Tages alle Informationen mit denen man sich beschäftigt hat, aufschreibt (stichpunktartig) und abends diese danach sortiert welche wichtig und welche unwichtig, dann wieder jeder sein kleines „Aha-Erlebnis“ haben. Dann das Ganze zwei Wochen fortgesetzt und man fühlt sich nicht nur besser, nein die Konzentrationsfähigkeit steigt sogar wieder. Weil unser Gehirn nicht ständig zwischen zig Informationen hin- und herspringen muss. Achso, ich muss auch nicht auf jede Email, jeden Post oder jede Nachricht etc. in den sozialen Netzwerken reagieren, ich wäre ja ständig nur damit Geld an Anwälte in Afrika zu überweisen, mögliche oder nicht mögliche Schwangerschaften zu kommentieren und in irgendwelchen Foren oder dunklen Ecken des Netzes süße Katzenbabys zu kaufen.
Ehrlich, dafür ist mir mein Leben zu schade, da gehe ich lieber Angeln oder Wandern oder Fotografieren.

Bevor ich es vergesse, Mädels auch Ihr seid nicht Multitaskingfähig, haben die wissenschaftlichen Studien festgestellt, sorry.

Eurer Norman

PS. Dies ist der vierte Beitrag. Noch 1 Beiträge, dann startet meine #Zukunfts-Challenge. Mehr dazu in der Seitenleiste.

 

Ein Kommentar

Schön, dass Sie da sind und meinen Blog nutzen