Hass, Wut und Verleumdung in Bits und Bytes

Moins,

müssen wir Hass, Wut und Verleumdung in Bits und Bytes jeden Tag über uns ergehen lassen?

Facebook, Twitter, WhatsApp und Co, haben alle Ihre „Mission“. Aber sie müssen nun auch mit den negativen Entwicklungen klarkommen und nicht nur sie, vor allem wir!
Cybermobbing, Cyberstalking uvm., aber dazu kommt  „Das Netz vergisst nicht“, es sei denn es wird nachhaltig gelöscht.
Hier müssen schnellsten Regeln geschaffen werden und deren Einhaltung überwacht werden, nicht auf nationaler Ebene, sondern weltweit! Es geht nicht an, dass Anstand, Respekt und Regeln des menschlichen Miteinanders, vor dem Bildschirm abgegeben werden und ständige Hass, ständige Wut und ständiger Zorn per Bits und Bytes in die Welt transportiert werden. Wie soll ich als Papa meinen Kindern Regeln für das menschliche Miteinander vermitteln?
„Sohn, achte auf Deine Worte und lüg mich nicht an!“ Sohn zückt Smartphone, zeigt mir einen Tweet: „Wieso, wenn es selbst der Präsident der USA macht?“

Wieso löschen die Algorithmen von Facebook, sofort Posts von leicht bekleideten Frauen, aber schwerste Beleidigungen oder gar verleumderische Beiträge über Menschen nicht? Hier frage ich mich, wieso ein Gericht nicht dem Antrag einer einstweiligen Verfügung stattgegeben hat? Hier wollte ein Mensch doch nur, dass Fotomontagen auf denen er als Terrorist oder Attentäter verunglimpft wird, von Facebook automatisch gelöscht werden. Interessant ist dabei auch, dass wohl der ihn vertretene Anwalt sein Mandat niedergelegt habe, weil er und seine Familie, massiv bedroht worden sind, so jedenfalls die Presse.

Dieser Entwicklung dürfen wir nicht weiter zuschauen. Wir brauchen klare Ethikrahmen weltweit und ein einheitliches Verständnis von Regeln im menschlichen Umgang, auch in weltweiten, sozialen Netzen. Dazu kommt, dass NGO`s, die sich mit diesen Wut- und Hasskommentaren beschäftigen und mit viel Aufwand die Löschung erreichen, wesentlich mehr Unterstützung benötigen. Sowohl finanziell, als auch personell. Aber zuerst müssen die sozialen Netzwerke verpflichtet werden, automatisch jeden Post, der beleidigt, der verleumdet oder Hasskommentare verbreitet zu löschen. Immer wieder gibt es „Netzwerkaktivisten“ die die absolute Freiheit des Netzes propagieren. Dies mag in vielen Punkten richtig sein, aber wenn die Freiheit des Einen (Wut, Hass, Verleumdung), die Freiheit des anderen (Mensch) einschränkt, dann muss Schluss sein!
Auch die Medien sollten hier Ihrer Verantwortung wieder ein Stück mehr gerecht werden. Es kann nicht sein, dass durch geschickt formulierte Beiträge und dem dann stückchenweise „Nachschieben“ Menschen um Ihre Arbeit gebracht werden oder gar ganze Berufsgruppen an den Pranger gestellt werden! Auch hier wird Wut, Hass und Verleumdung gefördert. Das sind Quoten und Verkaufszahlen nicht wert. Fragt Euch doch mal ernsthaft, warum Zeitschriften wie „Landlust“ oder „Beef“ steigende Auflagenzahlen haben! Hört auf mit den alten, vor allem falschen „Strategien“ gegen ständig sinkende Verkaufszahlen zu kämpfen!

Für mich ist klar: Wut, Hass und Verleumdung in Bits und Bytes brauche ich nicht und man kann sogar dagegen etwas tun, auch Facebook, Twitter und Co, genau wie Tageszeitungen in Deutschland und vor allem die Politik, wenn sie endlich wollten, denn NGO`s machen es vor, dass es anders geht. Aber bitte keine polemischen Schnellschüsse, wie das Hate-Speech-Gesetz, sondern ganzheitliche, nachhaltige, langfristige Strategien, die weltweit wirken. Dazu jeder von uns selbst, der nicht gleich auf den Button „senden“ oder „veröffentlichen“ drücken sollte, sondern lieber noch mal in Ruhe lesen sollte, bevor etwas veröffentlicht wird.

Eurer Norman

PS. Dies ist der zweite Beitrag. Noch 3 Beiträge, dann startet meine #Zukunfts-Challenge. Mehr dazu in der Seitenleiste.

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